Nutzbare Zeit
Tuesday, October 31st, 2006 Wie ich aus aktuellem Anlass wieder einmal erfahren durfte, gibt es das Hin und Her mit Sommer- und Winterzeit ja, damit es mehr “nutzbare”, sprich: mehr helle Zeit gibt.
Allerdings musste ich auch wieder einmal feststellen, dass für mich alles andere als mehr nutzbare Zeit dabei herausspringt.
Morgens im Dunkeln zur Arbeit. Abends im Dunkeln nach Hause. Der einzige Nutzen der mir bleibt, ist die Aussicht aus meinem Bürofenster auf eine helle Welt. Um genau zu sein: auf einen hellen Hinterhof.
Okay, okay. Selbstverständlich bin ich dankbar dafür, dass ich überhaupt aus einem Bürofenster in einen Hinterhof schauen darf und nicht durch die Flurfenster-Lamellen bei der Agentur für Arbeit.
Aber einen persönlichen Nutzen aus der Winterzeit habe ich trotzdem nicht.
Abends bin ich eher müde. Um Acht beschleicht mich das Zehn-Uhr-Gefühl, in Folge dessen sich die Unlust auf sämtliche Tätigkeiten breit macht. Wer hat schon Bock, mitten in der Nacht zu putzen, zu bügeln oder sich sonst sinnvoll zu betätigen.
Nein! Da setze ich mich doch lieber mit ner Packung Kekse auf die Couch, mit einem lecker süßen White Vanilla Macchiato ins Café oder mit nem ordentlichen Weizen an den Doppelkopf-Tisch.
Mit der Folge: Die als “nutzbar” beworbene Zeit wandelt sich für mich in “sichtbare” Zeit.
Es herrscht Winterspeck-Alarm!